Playlist mit Mixed Styles





Cinema Preview - Die Kinoneuvorstellungen vom 11.06. - 18.06.2012




Ein Jahr vogelfrei!
Originaltitel:   The Big Year
Filmgenre:   Komödie
Land (Jahr):   USA (2011)
FSK Freigabe:   ohne Altersbeschränkung
Filmdauer:   100 Min.
Kinostart D:   14.06.2012
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Der reiche Industrielle Stu (Steve Martin), der Computerfachmann Brad (Jack Black) und der erfolgreiche Bauunternehmer Kenny (Owen Wilson) stehen an kritischen Punkten ihres Lebens: Der eine steckt in der Midlifecrisis, der andere kämpft mit dem Alter und der nächste damit, dass er gar kein Leben besitzt. Ihrer Verpflichtungen und Zuständigkeiten müde, beschließen die drei ein Jahr Auszeit zu nehmen, um endlich ihre Träume zu verfolgen. Die Hobby-Ornithologen liefern sich in diesem Jahr ein aberwitziges Rennen: Sie nehmen am Wettbewerb "North American Big Year" teil. Hier besteht die Herausforderung darin, im Verlauf eines Kalenderjahres auf dem nordamerikanischen Kontinent so viele verschiedene Vogelarten wie nur möglich auszumachen. Kenny hat in früheren Jahren schon erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen: Mit 732 Vogelbeobachtungen in Nordamerika in einem Jahr ist er amtierender Rekordhalter. Und er würde alles dafür tun, das zu bleiben...


Angesichts der Besetzung des Filmes könnte der Eindruck entstehen, man würde eine typische "Schenkelklopf-Komödie" vor sich haben. Doch dies trifft nicht zu. Außer in der gelegentlich auftretenden Situationskomik hat "Ein Jahr vogelfrei!" in Sachen Humor recht wenig zu bieten. Es wird viel Wert auf die Charakterentwicklung gelegt, welche auch spürbar zu erkennen ist. Vogelfreunde kommen ebenfalls voll und ganz auf ihre Kosten - eines der vielen "Tier-Highlights" ist ein spektakulärer Balzflug zweier Weißkopf-Seeadler. Während des knappen Drehplans von 55 Tagen, in denen an 100 verschiedenen Schauplätzen gedreht wurde, bot sich dem Team unter anderem die Gelegenheit, jenseits des Polarkreises zur Sommersonnenwende 24 Stunden lang mit natürlichem Tageslicht zu drehen.

Fazit: Komödie, Drama, Dokumentarfilm? "Ein jahr vogelfrei!" bietet von allem ein bisschen und ist ein überraschend solider und runder Film. Für Vogelfreunde ist dieser Film sogar ein Muss.
Regie: David Frankel
Drehbuch: Howard Franklin, Mark Obmascik
Produktion: Curtis Hanson, Stuart Cornfeld, Karen Rosenfelt
Cast: Steve Martin, Owen Wilson, Jack Black
Ai Weiwei: Never Sorry
Originaltitel:   Ai Weiwei: Never Sorry
Filmgenre:   Dokumentation
Land (Jahr):   USA (2012)
FSK Freigabe:   ab 6 Jahren
Filmdauer:   91 Min.
Kinostart D:   14.06.2012
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Ai Weiwei ist der prominenteste chinesische Gegenwartskünstler und schärfste Regimekritiker im eigenen Land. Er ist Teil der internationalen Kunstszene und der globalen Popkultur und inspiriert seine Anhänger in aller Welt. Im April 2011 verschwindet Ai Weiwei spurlos – niemand weiß, wo er ist und wie es ihm geht. Weltweit regt sich Protest, die Menschen machen sich stark für ihn und fragen "Wo ist Ai Weiwei?". Nach drei Monaten ist er plötzlich wieder da. Seit Juni 2011 steht Ai Weiwei unter politischem Hausarrest. Die junge Regisseurin Alison Klayman hat den Künstler und Aktivisten drei Jahre lang begleitet. Sie hat mit langjährigen Wegbegleitern Ai Weiweis gesprochen, mit Künstlern und Autoren, aber auch sehr persönliche Gespräche zwischen Ai Weiwei und seiner Mutter Gao Ying aufgezeichnet und zeigt Ai Weiwei als Vater eines dreijährigen Sohnes. So ermöglicht ihr Porträt einen Einblick in Ai Weiweis Persönlichkeit, sein Privatleben und sein Schaffen: eine differenzierte Beschreibung des heutigen Chinas zwischen Willkür und Widerstand.


"Ai Weiwei: Never Sorry" ist das längst überfällige Portrait eines außergewöhnlichen Menschen, der sich mutig gegen ein System stellt, welches versucht, jegliche Individualität auszulöschen. Der Regisseurin Alison Klayman gelingt in ihrer Dokumentation die Balance zwischen Werk, Leben und politischem Engagement des Künstlers. Dadurch schafft sie es, ein facettenreiches Porträt des umtriebigen Aktivisten zu erstellen. Ai Weiwei war erst in den letzten Tagen wieder in den Medien. Die "Universität der Künste" in Berlin bot dem Künstler bereits letztes Jahr an, als Gastproffessor nach Deutschland zu kommen. Ob dies passieren wird, ist aufgrund der aktuellen Lage in China, jedoch noch ungewiss.

Fazit: Ein interessanter Film über einen Menschen und Künstler der sich selbst, wie er sagt, mehr als "Schachspieler" sieht. Eine sehenswerte, augenöffnende Dokumentation, die sowohl unterhält als auch aufklärt.
Regie: Alison Klayman
Drehbuch: -
Produktion: Adam Schlesinger, Alison Klayman
Cast: Changwei Gu, Zuzhou Zuoxiao, Danqing Chen, Ying Gao, Tehching Hsieh
17 Mädchen
Originaltitel:   17 filles
Filmgenre:   Drama, Komödie, Coming-of-age
Land (Jahr):   Frankreich (2011)
FSK Freigabe:   ab 12 Jahren
Filmdauer:   87 Min.
Kinostart D:   14.06.2012
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In Lorient, einer etwas trostlosen Kleinstadt in der Bretagne, leben die 17-jährige Camille und ihre Freundinnen. Abgesehen von einem weiten Horizont bietet ihnen die Stadt wenig Perspektiven. Und die Erwachsenen, die Lehrer, die gesamte Gesellschaft schaffen es nicht, den Freundinnen andere Möglichkeiten außerhalb eines vorgezeichneten Lebens aufzuzeigen: etwas Schulbildung, eine Anstellung, Hochzeit und zwei Kinder – genau in dieser Reihenfolge. Aber genau das wollen die Mädchen nicht: Sie wollen alles, und zwar sofort. Als Camille unerwartet schwanger wird hat sie zum ersten Mal das Gefühl, dass ihr Leben einen Sinn hat. Und sie schafft es auch ihre Freundinnen davon zu überzeugen schwanger zu werden. Und so behergt ihre Schule bald 17 schwangere 17-Jährige...


Auf einer wahren Geschichte aus den USA beruhend, erzählen die Regieseurinnen in diesem "Coming-of-Age"-Film von einer Gruppe Mädchen, die auf der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. "17 Mädchen" erzählt einfühlsam und nahe an den Figuren, deren Hoffnungen und Ängste aber nicht klar genug ausformuliert werden. Das mag der diffusen Stimmung der Protagonistinnen entsprechen, sorgt aber auch dafür, dass der Film selten wirklich packt. Leider fallen die gesellschaftskritischen Töne des halbdokumentarischen Films insgesamt etwas zu leise aus. Der Zuschauer wird weitgehend damit alleingelassen, sich die seelische Verwahrlosung der Mädchen und die Gründe für die Ratlosigkeit der Eltern und Erzieher angesichts der Schwangerschaftsrebellion zu erklären.

Fazit: Ein stilistisch herausragender Film, eine sensible Studie von den Einstellungen der Teenager heute, aber auch ein Film, der viele naheliegende Konfliktszenen nur anreißt.
Regie: Delphine Coulin, Muriel Coulin
Drehbuch: Delphine Coulin, Muriel Coulin
Produktion: Denis Freyd
Cast: Louise Grinberg, Esther Garrel, Juliette Darche, Roxane Duran, Solène Rigot
Die Trauzeugen
Originaltitel:   A Few Best Men
Filmgenre:   Komödie
Land (Jahr):   Australien (2011)
FSK Freigabe:   ab 12 Jahren
Filmdauer:   97 Min.
Kinostart D:   14.06.2012
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Der Engländer David (Xavier Samuel) trifft bei einem Urlaub in der Südsee seine Traumfrau: Die Australierin Mia (Laura Brent). Es ist Liebe auf den ersten Blick und die beiden beschließen zu heiraten. Nur kurz kehrt David in seine verregnete Heimat zurück um seiner Familie von der bevorstehenden Hochzeit in Australien zu berichten - und seine Freunde als Trauzeugen nach Sydney zu bugsieren. Kaum in Australien angekommen erwartet David eine große Überraschung: Sein zukünftiger Schwiegervater ist nicht nur Schafzüchter, sondern auch Multimillionär und einflussreicher Senator. Irgendwie muss Mia diese nicht ganz unwichtige Information entfallen sein... Derweil machen sich seine Freunde auf zu einem Dealer, den sie im Internet ausgebuddelt haben um dafür zu sorgen, dass sie die Hochzeit mit einem anständigen Joint angehen können. Da sich der Dealer aber etwas aufdringlich zeigt, kommt es zu einem überstürzten Rückzug - und dabei zu einer verhängnisvollen Taschenverwechslung, die schließlich dazu führt, dass die Trauzeugen auf jeder Menge Koks und einer Knarre sitzen, während ein ziemlich wütender Dealer sich auf den Weg zur Hochzeit auf Yester Grange, dem nobel Familiensitz, macht...


Die Story von "Die Trauzeugen" hat man schon oft in diversen Variationen gesehen: Ein junges Paar beschließt zu heiraten und die Hochzeitsfeier geht mächtig in die Hose. Dennoch überrascht der Film mit einer soliden Komik und guten Darstellern, welche auch den englisch-australischen Unterschied gut in Szene setzen und damit für viele Lacher sorgen.

Fazit: Wer die Erwartungen nach unten schrauben kann, der erhält mit "Die Trauzeugen" eine sehenswerte Komödie mit britischem Akzent und einem Hauch von schwarzem Humor.
Regie: Stephan Elliott
Drehbuch: Dean Craig
Produktion: Laurence Malkin, Share Stallings, Gary Hamilton, Antonia Barnard
Cast: Steve Le Marquand, Kris Marshall, Kevin Bishop, Tim Draxl, Xavier Samuel
West Is West
Originaltitel:   West Is West
Filmgenre:   Drama, Komödie
Land (Jahr):   Großbritannien (2010)
FSK Freigabe:   ab 6 Jahren
Filmdauer:   102 Min.
Kinostart D:   14.06.2012
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Familie Khan schlägt sich mit Ach und Krach durchs Leben. Sajid, der jüngste Spross, zieht auf dem Schulhof den Kürzeren und probt zuhause den Aufstand gegen Papa George "Dschingis" Khans hinterwäldlerische Erziehungsideale. Der weiß nur noch einen Rat: Auf nach Pakistan ins Heimatdorf, damit der Junge dort die guten alten Werte kennenlernt! Dummerweise warten dort auf Vater Khan allerdings einige familiäre Probleme, die er längst vergessen hatte...


Die Multi-Kulti-Komödie "East Is East" war 1999 ein Überraschungserfolg in Großbritannien. Der Film "West is West" kann an diesen Erfolg leider nicht ganz anknüpfen. So wird dieses mal zwar die Gegenseite bertrachtet (die Eingliederung in alte Traditionen und Werte), welche jedoch oft nur halbherzig erzählt werden. Das Ende ist "relativ" gesehen ein Happy End, sorgt aber dennoch für verweinte Augen und nasse Taschentücher. Der Regisseur "Andy De Emmony" will Tragik und Komik gleichwertig verteilen, was ihm nur teilweise gelingt.

Fazit: "West is West" ist ein sauber produzierter Film, an den Vorgänger "East is East" kommt die Culture-Clash-Komödie aber nicht heran.
Regie: Andy DeEmmony
Drehbuch: Ayub Khan-Din
Produktion: Leslee Udwin
Cast: Om Puri, Linda Bassett, Emil Marwa, Vijay Raaz, Jimi Mistry
Rock of Ages
Originaltitel:   Rock of Ages
Filmgenre:   Drama, Komödie, Musical, Romantik
Land (Jahr):   USA (2012)
FSK Freigabe:   ab 6 Jahren
Filmdauer:   123 Min.
Kinostart D:   14.06.2012
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USA, 1987: Das Kleinstadt-Girl Sherrie und der City-Boy Drew träumen beide von einer Hollywood-Karriere. Als sie sich auf dem Sunset Strip in Los Angeles kennenlernen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihre Romanze , die sich zu Hits von Def Leppard, Joan Jett, Journey, Foreigner, Bon Jovi, Night Ranger, REO Speedwagon, Pat Benatar, Twisted Sister, Poison, Whitesnake und anderen entwickelt, muss einige Herausforderungen überstehen...


Das einzige, was in dem Film "Rock of Ages" nicht überzeugen kann, ist die Handlung. Der Rest ist nahe zu perfekt inszeniert. Die 80er Jahre werden realitätsnah dargestellt - glamourös und dreckig, leidenschaftlich und abstoßend. Die Rolle des "fiktiven" größten Rockstars der 80er jahre wird hierbei vom vielleicht größten Filmstar der 80er Jahre - dem mitlerweile 50-jährigen Tom Cruise - dargestellt. Umgesetzt ist der größte Teil des Films im Stiel eines Musicals. Es wird also sehr viel gesungen und getanzt, wobei die Songs das Publikum zum mitsingen und mittanzen animieren.

Fazit: "Rock of Ages" ist ein perfekt gemachtes, schwungvolles und familienfreundliches Gute-Laune-Kino-Erlebnis - vor allem Freunde des imposanten Stadionrock und der kitschig-herzergreifenden Balladen aus den 80er Jahren kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Großartige Musicalnummern sowie das tanz-, spiel- und gesangsfreudige Ensemble, aus dem der Superstar Tom Cruise in einem grandiosen Auftritt herausragt, runden das Vergnügen ab.
Regie: Adam Shankman
Drehbuch: Justin Theroux, Allan Loeb, Chris D'Arienzo
Produktion: Tobey Maguire, Jennifer Gibgot, Adam Shankman, Matt Weaver
Cast: Tom Cruise, Alec Baldwin, Catherine Zeta-Jones, Paul Giamatti, Mary J. Blige
 

"We aRe oNe"- KINOTIPP:
  • Rock of Ages



spielfilm.de  
Bildmaterial: spielfilm.de Grafik: trekki001
Am 13.06.2012 um 20:00 Uhr von trekki001


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